Hallo, hier möchte ich Euch meine Erlebnisse mit Gott und seinem Plan mit meinem Leben mitteilen. Am besten fangt ihr mit dem ersten Eintrag 2006 an. Einfach im Bolg Archive "Was für ein Jahr" anklicken! Gruß Melli!
09 October 2009
Wenn doch schon Himmel wäre….
… würde ich anbeten im Geist und in Wahrheit! Müsste nicht mehr darüber nachdenken, ob ich dir die Ehre gebe oder nicht. Würde mich nicht mehr Fehlerhaft, sondern endlich Vollkommen fühlen….
… hätte ich mein Erbe schon! Müsste nicht mehr ausharren, vergeben, lieben, in Frage gestellt werden, Anfechtungen wiederstehen….
… ständ ich vor deinem Thron, in deiner Gegenwart! Und nicht hier in der Vergänglichkeit, in Unsicherheit, im Zweifel….
… wärst du meine Priorität und nicht die letzte Chance…
… könnte ich dich sehen, und müsste mir dich nicht vorstellen…
… gäb es kein Leid mehr, was mein Denken auf die Probe stellt…
Ich will Himmel! Aber ich sollte beten, und deine Gnadenzeit ausschöpfen…
Perfekt geplant
Du möchtest, dass alle Menschen durch Eintracht in Liebe zum Ausdruck bringen, wie du bist. Wie viele kleine verschiedene Puzzelteilchen sollen wir ein Bild von dir wiederspiegeln .
Aber was machen wir aus deinem perfekten Plan? Wir machen daraus eine perfekte Gemeinde! Entstanden und umgesetzt in den Köpfen der Menschen. Weit weg von deinem Plan und deiner Allmacht versuchen wir mit unserer Kraft ein Verständnis von Perfektion zum Ausdruck zu bringen.
Menschen werden unbewusst Gleichförmig gemacht, weil man denkt, es passt besser in das Bild. Man wird dazu erzogen, wie man Christ zu sein hat, anstatt dich zu kennen. Der Gottesdienst wird desinfiziert von den Bakterien des Anstosses für andere.
Psychisch Kranke, Obdachlose, Ehebrecher, Laute oder Kritische, moralisch Untrainierte... Verdeckt, versteckt, unbeliebt am Rand oder gar schon draußen? Keine Möglichkeit deine Kraft der Vergebung zu leben. Keine Gelegenheit deine Kraft der Veränderung zu zeigen. In den Geschichten die du mit den Menschen schreibst wirst du oft reduziertauf ein Pflaster, obwohl du der Heiland bist. Abgestimmt auf unsere Ohren, damit unser Glaube nicht zu sehr herausgefordert wird.
Gemeinde ist perfekt. Aber für wen? In unseren oder in deinen Augen? Wir predigen, dass wir ein Leib sind und der Stärkere den Schwächeren tragen soll. Aber du Herr, erweist dich im Schwachen mächtig! Wenn du im 1. Korinther 12, 22 sagst, dass der Schwache notwendig ist, dass der weniger Ehrbare größere Ehre bekommen soll, dass die Nichtanständigen mehr Wohlanständigkeit haben. Herr, du hast uns bewusst verschieden gemacht, damit du dich verherrlichen kannst.
Stattdessen verherrlichen wir uns selber, in dem wir uns Gleichförmig gestalten, durch falsche Demut, durch Abgrenzung und Selbstveränderung.
So verzerren wir das Bild, dass wir von dir zeigen sollen zu einer hässlichen Fratze! So zeigen wir den Menschen, dass du ein Gott bist, der die Selbstgerechtigkeit liebt, obwohl du unsere Gerechtigkeit bist. So zeigen wir den Menschen eine Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist, obwohl du bedingungslos liebst. So zeigen wir den Menschen einen Gott, dem es nicht auf das Herz ankommt, sondern auf die äußere Form.
Deine Liebe ist langmütig, weil du dir Zeit lässt die Menschen zu verändern. Deine Liebe tut nicht groß, weil du es den Menschen nicht schwer machen möchtest, dich zu lieben. Deine Liebe sucht nicht das ihre, weil du willst, dass wir uns bei dir Angenommen wissen können. Deine Liebe rechnet nicht böses zu, weil du weißt, dass jeder von uns nicht perfekt ist. Deine Liebe freut sich an Tatsachen! Tatsachen die zeigen, dass du Gott bist und nicht wir. Deine Liebe hört nicht auf zu hoffen und zu erdulden, weil du weißt, dass bald Herrlichkeit ist, in der wir alle frei sind von dem was uns von dir abhält. Du hältst dich fest an dem was kommt, und nicht am scheitern der Gegenwart.
Danke, dass du alles perfekt geplant hast. Lass uns immer mehr erkennen, dass du Gott bist. Gott allmächtig! Der, der Glaube, Liebe und Hoffnung bewirken kann, damit wir überhaupt in der Lage sind deiner Bestimmung nach zu handeln. Bewahre uns davor es besser wissen zu wollen! Und vergib und unsere Besserwisserei. Bewahre uns vor Perfektionismus, der aus uns kommt. Und vergib uns unsere Selbstverherrlichung.
Deine Ausdauer möchte ich haben. Ich liebe dafür:)
29 July 2009
Wer bin ich
Kann ich die Erde zum beben bringen?
Kann ich die Sonne ihre Bahnen ziehen lassen?
Ich nicht, aber du Herr!
Kann ich Sterne funkeln lassen?
Kann ich Leben entstehen und vergehen lassen?
Kann ich den Vögeln ihre Stimme zum Lobpreis geben?
Ich nicht, aber du Herr!
Kenne ich die Gedanken aller Menschen?
Kenne ich ihre Geschichte und was sie erwartet?
Kann ich ein Rahmen für Unendlichkeit sein?
Ich nicht, aber du Herr!
Ich schweige still vor deiner Macht,
Trete zurück und lass dich walten
Weil ich anerkennen muss, was ich nicht kann.
Ich seh mich um und begreife langsam, all mein Handeln ist begrenzt. Darum lege ich mein Streben nieder und lasse dich es tun.
Wer bin ich schon in diesem Weltlauf? Was kann ich denn entscheiden? Und doch lässt du meine Hände nicht ruhn, sondern gebrauchst, ergänzt und potenzierst mich.
Ich schweige still vor deiner Allmacht. Aber mein Herz jubelt vor Freude über dich und über die Freiheit in einer allmächtigen Hand begrenzt zu sein.
Wenn ich mir das Leben nicht gegeben habe, was kann ich dann erwarten? Jeder Tag ist ein Geschenk vom Vater der das Leben schenkt. Alles Selbst ist Hochmut und belohnt mit Fall. Selbstverwirklichung,Selbstwert, Selbstgerechtigkeit erhebt mich über die Wahrheit, den Weg und das Leben. Wer bin ich, dass ich mir das erlaube?
Einer von Vielen, dem Verfall geweiht kann ich die Dinge nicht in ihrer Ganzeit verstehn.
Ich schweige still vor deiner Gnade. Aber mein Herz jubelt über dich und deine vollkommene Liebe die mich erhebt zu Sinn und Sittlichkeit in Ewigkeit.
13 July 2009
Stationen auf dem Weg zur Freiheit
Sondern das Rechte tun und wagen,
Nicht im Möglichen schweben,
Das Wirkliche tapfer ergreifen,
Nicht in der Flucht der Gedanken,
Allein die Tat ist die Freiheit.
Tritt aus ängstlichem Zögern heraus
In den Sturm des Geschehens,
Nur von Gottes Gebot
Und deinem Glauben getragen,
Und die Freiheit
Wird deinem Geist jauchend empfangen.
Bonhoeffer
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16 May 2009
Wenn du an Jesus glauben würdest
1 Ein Psalm Davids. Der HERR wäre gerne dein Hirte;
dann würde dir nichts mangeln.
2 Er würde dich weiden auf grünen Auen und dich zu stillen Wassern führen.
Das heisst, er würde dir geben was du wirklich brauchst, und nicht was du meinst zu brauchen. Das würde dich nähren, beruhigen. Es würde dein denken verändern, damit du ein zufriedenes Leben führen kannst.
3 Dann würde er deine Seele erquicken; dich führen auf rechter Straße um seines Namens willen.
Wenn du dann merkst, wie sich Gott positiv auf dein Leben auswirkst, möchtest du immer mehr erfahren, wie er sich Leben vorstellt, und dann wirst du dich von ihm führen lassen.
4 Und wenn du auch wandertest im finsteren Todestal, so würdest du kein Unglück fürchten; denn er wäre bei dir, sein Stecken und sein Stab, die würden dich trösten.
Niemand sagt, dass dein Leben mit ihm nur noch Sonnenschein ist. Aber du kannst anders damit umgehen, weil du weißt, dass du ihn seiner Hand bist. Eingebettet in seinen Plan, der voller Liebe einen Weg geht, der dich prüft, erzieht, herausfordert zum wachsen, aber das alles nicht ohne seinen väterlichen Trost.
5 Er würde vor dir einen Tisch angesichts deiner Feinde bereiten; er würde dein Haupt mit Öl salben, dein Becher würde überfließen.
Egal in welche Situation du kommen wirst. Egal mit wem du konfrontiert wirst. Auch wenn du denkst, dass es anderen besser geht wie dir, oder du dich vergleichst, du bist gesegnet! Ein Leben mit Gott ist ewig! Ein Leben mit Gott ist außerhalb von Schuld und deine Kämpfe sind bereits gewonnen, weil Jesus sie für dich gewonnen hat. Darum hast du die Möglichkeit frei zu sein!
6 Nur Güte und Gnade würden dir folgen ein Leben lang, und du würdest bleiben im Haus des HERRN immerdar.
01 March 2009
Was iss da los???
Ich bin ja keine Bibelschülerin mehr....
Zur Info: Ich bin jetzt mit im Leitungsteam der Jüngerschaftsschule (siehe Link Follw me)und suche eine Arbeitsstelle die mir diesem Dienst finanziert, bzw mich, damit ich das machen kann.
Ich kann euch nur empfehlen euch mal den Link anzuschauen, weil ich dann weniger erklären muss und weil das ne gute Sache ist:)
Na, ja. Ich werde mal mit meinem Chefmaster (meinem Bruder) besprechen, wie wir jetzt mit der neuen Situation umgehen.
Bis dahin....
Danke für eure Anteilnahme...
Luther beeindruckt
Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen dies täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so ist es aus mit mir.
Ich muss verzweifeln. Aber das lass ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich hängen, das tue ich nicht. Ich hänge mich an den Hals oder Fuß Christi wie die Sünderin. Ob ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest.
Dann sprich er zum Vater: Dieses Anhängsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle deinen Gebote übertreten, Vater, aber er hängt sich an mich. Was soll’s! Ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlupfen.
Das soll mein Glaube sein.
Das habe ich heute in einer Predigt gehört...und ich war gerührt...
20 December 2008
Des Weisen Weisheit
Ich trat aus meinem Zelt und marschierte gradewegs ins Nichts. Außerhalb vom Lager hatte ich meine Ruhe und konnte alles einfach auf mich wirken lassen. Doch meine Gedanken pflasterten meinen Weg, weg aus der Gemeinschaft hinaus in die ersehnte Ruhe und den Frieden der Nacht.
Mein Platz, mitten in der Ebene wartete schon auf mich. Als ich ankam legte ich mich erst einmal auf den Rücken um die Weiten des Universums auf mich wirken zu lassen. Langsam setzte der Friede in mir ein, durch die Stille und das beruhigende funkeln der Sternenwelt, die immer wechselbar und doch immer im selben Kleid erscheint. Meine Augen versuchten Endlosigkeit in einen Blickwinkel zu erfassen. Wie immer war es unmöglich. Ich zeichnete in Gedanken unsichtbare Linien, in die mir bekannten Sternenbilder. Doch was ich dann sah war einfach nur überwältigend. Aus dem Endlosen Tief des Himmels stieß, in gewaltiger Geschwindigkeit, ein Stern hervor, der allen anderen den Glanz raubte. Hätte ich fliehen wollen, aus Angst, dass dieser Stern auf die Erde fallen wollte, es wäre sinnlos gewesen. Mein Herz überschlug sich und ich konnte nicht Atmen. Es war wie ein Feuerwerk, eine Explosion, die sich ihren Weg zur Ausbreitung bahnt. Aber dieses Feuer blieb stehen! Eine Sturzgeburt von Stern, größer als alles was ich je sah. Nun riss mich dich Neugierde auf die Knie. Es war als wollte ich einem König meine Aufwartung machen. Meine Gedanken, die zuerst starr, erschrocken in einem Schockzustand verweilten rasten nun so laut durch meinen Kopf, dass ich sie nicht fassen konnte. Das strahlende Licht, bewirkte, dass auch in mir ein Licht aufging. Eine tiefe Gewissheit die aus allen Fragezeichen ein Ausrufezeichen werden ließ. Das was da grade passiert war, verhieß die Geburt des aller Höchsten, der überliefert von den Alten aus der Zeit Nebukadnezars hinter allem steckte. Nun war sein Königreich hervorgebrochen und nicht mehr Geheim. Der König den Daniel angebetete hatte, der König der Juden, nun war er da! Diese Erkenntnis wollte aus mir herausbrechen. Ich sprang auf, um so schnell wie möglich ins Lager zu laufen. Dort angekommen, wollte ich herausschreien, was mir meine Gedanken durch den Stern offenbart hatten. Doch ich sah an den emporblickenden Gesichtern meiner Gefährten, dass auch sie wussten, was geschehen war. Dieselbe Gewissheit zeichnete sich in ihnen ab.
Nichts konnte uns hier halten. In Windeseile hatten wir unser Lager zur Reise abgebrochen und machten uns auf den Weg. Der Stern verriet uns den Weg und verlieh uns magisch die Kraft für die lange Reise. Ich weiß nicht, aber die Nächte kamen mir Unendliche vor. Doch es fehlte uns nicht an Motivation. Der Gesprächsstoff ging uns nicht aus. Unsere Phantasie gab uns die Speise, die wir brauchten um weiter zu gehen. Was würde uns erwarten? Würden, wie zu Daniels Zeiten, Wunder geschehen? Wie würde der König der Welt aussehen? Und wie würde er herrschen? All diese Gedanken trieben uns vorwärts, und steigerten unaufhörlich den Wunsch, tatsächlich nach zu vollziehen, was unsere Gedanken und unsere Phantasie antrieb.
Der Stern führte uns nach Jerusalem. Dort angekommen, befragten wir das Volk nach dem neugeborenen König der Juden. Sie mussten es ja wissen. Wir wollten nichts anderes als ihn anbeten, weil ihm die Ehre gebührte. Das hatte Nebukadnezar, unser König aus der Zeit Daniels, auch erkannt. Aber sie hatten keine Ahnung wovon wir redeten. Sollte alles nur ein Irrtum gewesen sein? Sollte die Lange Reise aus dem Morgenland vergebens gewesen sein? Nein! Diese Gewissheit stand uns auch bei Tag, ohne den Stern zu sehen, vor Augen. Es gab keinen Irrtum. Wir mussten an den Hof, um Herodes zu befragen.
Als wir dem König vorgeführt wurden, hatte er schon erfahren, was unser Anliegen war. Seine Anspannung war deutlich zu spüren. Er wollte dringend wissen, wann der Stern erschienen war. Nachdem wir ihn über die Dinge in Kenntnis gesetzt haben, entließ er uns mit der Bitte, das Kind in Bethlehem zu suchen, und ihm zu sagen, wo es ist, damit er es auch anbeten könne.
Als wir den Hof des Königs verließen, war es schon dunkel. Wenn man das zu dieser Zeit so nennen konnte, denn der Stern erhellte die Nacht und lud uns ein, auf dem Rest des Weges unser Gefährte zu sein. Doch die weite Reise hatte ihre Spuren hinterlassen und eine lähmende Müdigkeit überfiel uns. Wir pausierten in einem Gasthof außerhalb von Jerusalem. Ein tiefer Schlaf überfiel mich. Im Traum zeigten sich mir die Ereignisse der letzten Tage und schrieben eine neue Geschichte. Doch diese war nicht so freundlich, wie das was ich mir erhoffte. Herodes nervöses Zucken um die Augen verwandelte sich in ein blitzendes Schwert. Eine gewaltige Stimme verriet mir, dass Herodes es nicht gut meinen würde, mit dem Neugeborenen und deutete mir deutlich den Weg Richtung Heimat, nachdem wir das Kind gefunden hätten. Aus dem Traum aufgeschreckt spürte ich Eile und ein getrieben sein in mir. Ich weckte meine Gefährten und wir zogen schnell weiter. Über Tag legten wir die Strecke nach Bethlehem zurück. Und als wir vor den Toren der Stadt standen, war es Abend geworden. Bethlehem war ein Ort der im Kern zwar dicht besiedelt war, aber nach Außen in viele kleine Einzelteile zerfiel. Wo also sollten wir anfangen? Wir kehrten in einen Rasthof ein, um uns bei einem Mahl etwas zu stärken. In dem Rasthof ging es munter zu. Die Menschen unterhielten sich rege. Es schien eine Nachricht im Raum zu stehen, die unbedingt Zuhörer brauchte. Die Menschen unterhielten sich über ein paar Hirten, die erzählten einen Engel gesehen zu haben. Einige machten sich über sie lustig, andere wirkten Nachdenklich und ich vermutete, dass sie aus verschiedenen Begebenheiten der letzten Zeit ihre Schlüsse zogen.
Uns hielt es nicht lange im Rasthaus, denn das Ziel schien zum greifen nah. Und als wir über die Schwelle der Tür nach draußen traten, war unser Blick gefesselt an den Stern, der über einem kleinen Haus am Rande des Ortes stand. Eine unglaubliche Vorfreude ging durch meinen ganzen Körper. Alle Nervenenden waren übersensibel in Erwartungshaltung. Vor dem Haus angekommen zentrierte sich meine Wahrnehmung auf den Türknauf, der mir die Sicht auf das erhoffte Wunder freigeben würde. Langsam öffnete ich die Tür. Ein warmes, freundliches Licht fiel in die Nacht und zog mich ins Innere. Trotz des armseligen Anblicks, bestand in meinem Herzen kein Zweifel. Dort, gebettet in eine Futterkrippe lag der König der Welt. Klein, rein und friedlich schlafend. So etwas hatte ich noch nie empfunden. Mir stiegen die Tränen in die Augen und ich fiel auf die Knie.
Ich betete still in meinem Herzen an, was ich nicht in Worte fassen konnte. Es war so etwas, wie Dankbarkeit. Eine solche Entspannung, und einen solchen Frieden waren mir bisher unbekannt. Mir war mit einem Mal bewusst, wie Klein und unbedeutend ich war, und wie sehr ich mich bisher aufgespielt hatte. Mir war klar, dass er, dieser Inbegriff von Anmut, mein Herr war und ich kapitulierte vor ihm. Meine Weisheit gründete sich nun nicht mehr in mir und meinem Wissen, sondrn in der tiefen Gewissheit, dass dieser Säugling hier, Gott der Allmächtige ist und ich ihm angehörte. Dieser Innere Kampf muss einige Zeit gedauert haben. Ich habe alles andere in Vergessenheit geraten lassen. Aber plötzlich durchbrachen die Geräusche von Bewegungen die Stille. Im selben Moment wurde ich mir meiner Umwelt wieder bewusst. Die Eltern des Kindes sahen mich ruhig an. Sie haben nicht einmal gefragt wer wir sind, oder was wir wollten. Sie schienen es zu wissen. Mein Gefährte hatte sie Geschenke für den König ausgepackt und drückte mir den Weihrauch in die Hand. Ich stand auf und ging tonlos auf den Vater zu, tat eine Verbeugung und übergab das Geschenk. Er nahm es genauso tonlos entgegen und legte es an die Seite. Dieser Moment brauchte keine Worte. Es war, als würden unsere Herzen miteinander reden.
Nachdem wir auch Myrre und Gold an die Eltern gegeben haben, zog es uns in die Heimat. Wir wollten erzählen, was uns widerfahren ist. Wir wollten nicht für uns behalten, wer uns begegnet ist. Wir wollten erklären, welchen König uns Daniel vor Zeiten verheißen hat, und das seine Worte wahr geworden sind.
Auf dem Heimweg überfiel mich immer wieder diese Freude, die mich jubeln ließ. So etwas hatte ich noch nie erlebt…
05 December 2008
Beziehungsbarometer
Füreinander bedeutet, dass man dem anderen hilft zu sein, oder zu werden. Man achtet den anderen höher, als seine eigenen Vorstellungen. Achtung! Es bedeutet nicht Selbstaufgabe... Es bedeutet, mehr investieren, als einfach Interesse!
Miteinander
Miteinander bedeutet, dass man den anderen einfach gerne dabei hat.
Nebeneinander
Nebeneinander bedeutet, dass man eine Verbindung lebt aus Gewohnheit, oder weil es grade nicht anders geht. Aber es wäre auch nicht schlimm, wenn es anders wäre.
Gegeneinander
Gegeneinander bedeutet, dass man nur noch sich sieht. Man vergleicht "jetzt habe ich schon wieder...und der andere tut einfach nie was...."
Warum schreibe ich das? Es ist mir in den Sinn gekommen! Mir hilft es zu sehen, mit welcher Motivation ich Beziehung lebe. Einige werden sagen, dass man ja nicht mit allen Menschen gleich gut auskommen muss....
Ich weiss nicht genau... Gleichgültigkeit und Konfrontation belasten nicht nur die Beziehungen, sondern auch mein Zeit-, Gedanken- und Emotionspotential. Ich glaube, ich tue mir selber einen Gefallen, wenn ich wenigstens versuche Miteinander zu sein. Aber wirklich Fruchbar bin ich doch, wenn ich versuche Füreinander zu sein. Anstatt mich über Defizite des anderen aufzuregen, versuche ich ihm an genau dem Punkt weiter zu helfen.
Will ich damit sagen, dass ich es schon erreicht habe? Nein!!!!!! Aber ich will versuchen daran zu arbeiten :) Wer macht mit?
04 December 2008
Gott ist mein Selbstwert
„Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel (damit sind alle angesprochen, die Jesus Christus als Herrn über ihr Leben setzten): Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen. Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet, und ich dich lieb habe…“
Jesaja 43, 1.2.4
Das ist unveränderlich, niemals endend, unabhängig von unseren Fähigkeiten, unserem Verhalten, unserem Aussehen. Es ist unabhängig davon, wie wir uns fühlen, wie wir uns sehen, oder wie andere uns sehen. Es ist außerhalb von allem was wir kennen und darum ist es vollkommen!
Wie gut, dass es so ist. Denn würde ich meinen Wert an meiner Arbeit festmachen, wie würde es sein, wenn ich arbeitslos werde? Wenn ich meinen Wert an meinem Partner festmachen würde, wie würde es sein, wenn er sich von mir trennt? Wenn ich meinen Wert an meiner Schönheit festmachen würde, wie würde es sein, wenn ich mein Gesicht verliere? Auch wenn ich der Beste Mensch der Welt wäre, würde ich neidisch, oder zornig, oder auf meinen Vorteil bedacht, oder einfach sehr Selbstgerecht. Wenn ich das erkennen würde, was wäre dann mit meinem Wert?
Wie anstrengend ist es doch, seinen Wert von solchen Dingen abhängig zu machen….
Wie befreiend kann es sein, wenn mein Wert ein für allemal feststeht!
26 August 2008
Zieh dir das rein!!!!!!!!!!!
http://de.youtube.com/watch?v=30gTVQplsUY
http://de.youtube.com/watch?v=s-9sc7Sme88&feature=related
04 July 2008
sooooo viel
Niemals kann ich das begreifen
Niemals kann ich das verstehen
Von anfang an, hast du nur mich gesehen.
Du hast dich zu mir gebeugt
In allem
Zu mir hin, in meinem Sinn
Eine Matrix nur damit ich sehe, wer du bist
Ein Spiegel Deiner Selbst, ein Buch das sich gut liest.
Die Luft die ich atme, ist Deine und für mich
Das Brot dass ich schmecke ist aus Dir, doch speist es mich
Der Himmel eine lust nach mehr, von Dir für mich
Gefunden habe ich Dich, durch Dich, aber für mich
Gebet für mich, zu Dir hin
Dass ich in einem ganz und gar bin
Das war Dein Sinn. Das war zu Dir hin
Der Rest? Für mich von Dir.
19 April 2008
Wollen sollen
Alles Wollen, sollte Dir gehören
Mein Wollen sollte Dich beschwören
Ich wünschte Du würdest nicht fragen
Sondern einfach meinen Willen haben
Alle Liebe sollte Dir gehören
Meine Liebe sollte Dich beschwören
Ich wünschte Du würdest nicht fragen
Sondern einfach meine Liebe haben
So geht es auch mit meiner Zeit, jedem Wort, jedem Dienst und meinem Geld
So geht es mir mit allem, ja allem was ist, in meiner Welt
Alles kommt von Dir
Und alles schenkst Du mir
Bitte hilf mir
Bring alles zurück zu Dir
Führ mich an mir vorbei
Brich die Macht entzwei
Denn wenn mein Wollen in mir brennt
Bin ich die, die sich von Dir trennt
Verzeih….
Verzeih und schenk mir reue
Verzeih und bleib bei Deiner Treue
Verzeih, verzeih mein allmächtiger Vater
Mein Gott meine Liebe die sich missbrauchen lässt
Von der ich alles bekomme
Und von mir bekommt sie nur einen Rest
Wie kann Deine Liebe mir gehören
Wie kannst Du sie immer neu beschwören
Lass sie mich einfach nehmen
Und Dir meine Scham dafür geben.
20 March 2008
Zum Feste nur das Beste:)

Auf dem Weg ins Paradies müssen wir erst an uns selbst vorbei
Wir sind der festen Überzeugung uns das Paradies selbst bauen zu können.
Auf dem Weg ins Paradies beladen wir uns mit dem Trugschluss der Selbsterhaltung.
Wir sind der festen Überzeugung das das was wir tun Gut und Richtig ist.
Auf dem Weg ins Paradies geben wir anderen die Schuld,
indem wir sie mit Erwartungen und Wünschen beladen, die wir selbst oft nicht einhalten können
Auf dem Weg ins Paradies ist das große ICH immer weniger in der Lage los zulassen und zu vertrauen.
Wir glauben an alles Mögliche, aber vor allem an uns selbst.
Wir sind alle auf dem Weg ins Paradies!
Entweder das Paradies der Verantwortungslosigkeit, oder das Paradies krampfhaft Gut zu sein um das Paradies zu erreichen.
Der Weg ist bereitet…
Jesus starb am Kreuz um den Weg ins Paradies frei zu machen. Er hat nicht gesagt, dass man sich das Paradies selber bauen muss.
Er hat gesagt:“ Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater (ins Paradies) als nur durch mich!“
Mit diesem Gedanken wünsche ich Euch ein Osterfest, bei dem ihr ein Stück mehr ankommt.
Eure Melli
02 March 2008
Was zum Nachdenken
schnell 60 Minuten Fußball vergehen.
Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können, aber wir
unseren
Freunden immer etwas zu erzählen wissen.
Komisch, wie schwer es fällt, ein Kapitel in der Bibel zu lesen, aber
wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen.
Komisch, wie Leute sich auf einem Konzert um die vordersten Plätze
drängeln, und sich um eine der hintersten Plätze in der Gemeinde
bemühen.
Komisch, wie schwer es Menschen fällt, die Gute Nachricht
weiterzugeben, aber wie leicht es ist, den neusten Klatsch und Tratsch
weiterzuverbreiten.
Komisc h, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was in der
Bibel steht.
Komisch, wie viele auf deiner Adressenliste diese Mail nicht erhalten
werden, weil du dir nicht sicher bist, ob sie an irgendetwas glauben!
Merkwürdig, wie leicht es für Menschen ist Gott zu leugnen, und sich
dann wundern, warum die Welt zur Hölle wird.
Merkwürdig, dass jeder in den Himmel will, doch annimmt man brauche nicht zu glauben, zu sagen oder
zutun, was in der Bibel steht.
Merkwürdig, wie das Obszöne, Vulgäre, Gewalttätige und Okkulte frei den
Cyberspace passieren kann, aber eine öffentlich Diskussion über Jesus
in den Schulen und am Arbeitsplatz unterdrückt wird.
Merkwürdig, wie jemand so entbrannt sein kann für Jesus im
Gottesdienst, aber ein unsichtbarer Christ im Rest der Woche ist.
Merkwürdig, wie ich mehr darüber besorgt sein kann, was andere Leute von mir denken, als
was Gott von mir denkt.
Stell dir vor, folgendes passiert: Eines Morgens während eines
Gottesdienstes sind 2000 Christen überrascht, 2 Männer zu erblicken,
die beide von Kopf bis Fuß in schwarz eingehüllt sind, und Maschinengewehre
tragen. Einer der Männer ruft: "Jeder, der bereit ist, eine Kugel für
Christus zu erhalten, bleibe da stehen, wo er gerade steht!" Sofort
fliehen der Chor, die Diakone und die meisten der Versammelten. Von den
2000 bleiben ungefähr 20 stehen. Der Mann, der gesprochen hatte, nimmt
seine Verhüllung vom Gesicht, sieht den Prediger an und sagt: "Okay
Pastor, ich habe alle Heuchler entfernt! Jetzt kannst du mit deinem
Gottesdienst beginnen. Ich wünsche noch einen schönen Tag! "Und die
beiden Männer drehen sich um und gehen raus. (Ziemlich krass und
unvorstellbar, aber denk mal drüber nach!!)
Dies ist eine wahre Geschichte: Es gab ein atheistisches Ehepaar, das
ein Kind hatte. Sie erzählten ihrer Tochter nie von Jesus Christus. Als
das Mädchen 5 war, stritten sich die Eltern heftig. Der Vater erschoss
vor den Augen des Kindes erst die Mutter und dann sich selbst. Das Kind
wurde darauf zu Pflegeeltern gegeben. Die neue Mutter war Christin und
nahm das Mädchen mit in die Kirche. Die Pflegemutter erzählte der
Leiterin der Sonntagsschule, dass das Mädchen noch nie etwas von Jesus
gehört hatte, und bat sie Geduld mit ihr zu haben. Eines Sonntags hielt
die Leiterin ein Bild von Jesus hoch und fragte: "Weiß einer von
euch, wer das ist?" Das kleine Mädchen hob die Hand und sagte: "Ich!
Das ist der Mann, der mich in der Nacht, als meine Eltern starben, gehalten
hat!!"
Wenn du glaubst, dass das Mädchen die Wahrheit gesagt hat und das,
obwohl sie nie von Jesus gehört hatte, ER sie dennoch an jenem Abend
gehalten hat, dann wirst du sicherlich diese Mail an so viele Freunde
wie möglich weiterleiten! Du kannst sie aber auch löschen, als hätte dich
die Geschichte nie berührt!
Merkwürdig,wie leicht es Menschen fällt, Gott einfach in den Papierkorb
zu schieben!
Herbert Schwarz
31 October 2007
Brief an meine Gemeinde (der zeigt was bei mir läuft)
Ich bin nicht für mich auf dieser Welt. Unter diesem Motto habe ich mir jetzt mal an den Ohren gezogen, um Euch teilhaben zu lassen, an dem was mir Gott hier auf der Bibelschule schenckt!
Als ich das letzte Mal bei Euch im Gottesdienst war, hat Viktor eine Predigt zum Thema Gaben gehalten. Das sollte der Beginn einer Predigtreihe in diesem Bereich sein und zugleich eine Einladung in den Kurs „ Dienst- Entdecke dein Potential“.
Dazu hätte ich schon eine Menge erzählen können, denn ich habe das Seminar bereits besucht. Bei mir kamen Dinge zum Vorschein, mit denen ich nicht ganz einverstanden bin. Zum Beispiel die Gabe der Ermahnung…
Ich habe gedacht: „ Na toll. Mit der Gabe bist Du ungefähr so beliebt wie eine Knöllchentante. Man wird sagen: Achtung da kommt Melanie, mal sehen was sie zu meckern hat!“ Aber Ermahnung geht nicht ohne Ermutigung. Und wir sind in einer Gemeinschaft zusammen um uns weiter zu bringen. Ohne diese Gabe würde es Stillstand geben.
Ich habe in einigen Praktikas gelernt, wieviel leichter der Dienst funktioniert, wenn man sich von Gott gebrauchen lässt. Anfangs habe ich mich innerlich gewehrt, wenn es zum Beispiel darum ging mit Leuten über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Das ging dann auch völlig in die Hose, weil alles nur ein Krampf war. Als ich aber dem Herrn gesagt habe, dass ich gespannt bin, was er bei diesem Einsatz durch mich bewirkt, fiehl mir alles viel leichter. Sich von Gott gebrauchen lassen heisst: Gedanken des Zweifels und der Anfechtung in seine Hand zulegen und sich daran erinnern, dass der Geist des allmächtigen Herrn in uns ist.
Ich wünsche Euch, dass ihr alle Euer Potential entdeckt und mit Gott auf eine spannende Reise geht, deren Ziel es ist, an seine Grenzen zu kommen um den mächtigsten Herrscher im eigenen Leben erfahrbar zu machen.
Darum wird es auch in meiner Abschlussarbeit gehen. Für die könnt Ihr beten, wenn ihr wollt. Ziel ist es zu vermitteln, dass man die Gaben nicht nur bekommen hat um am Sonntag in der Gemeinde Gitarre zu spielen, sondern wie man Menschen in seiner Umgebung zum Glauben ermutigen kann. Es geht um Diakonische Arbeit in der Gemeinde. Darum die Menschen dort aufzusuchen, wo sie sich befinden, nämlich in ihrer Not. Helfen ist ein gutes Mittel die Liebe die uns zu teil geworden ist, weiter zu geben. Und eine Ausdrucksweise von Liebe ist ZEIT. Zeit schenken!
Es geht darum, wie schon erwähnt, Gott da erfahrbar zu machen, wo wir an unsere Grenzen kommen. An unsere Grenzen kommen wir nicht, wenn wir Gottes Wort nur konsumieren.
Glücklicherweise habe ich in diesem Sommer ein Praktikum gemacht, was mir hilft diesen Gedanken zu vermitteln. Ich habe in der Gefährdetenhilfe Scheideweg gedient. Das ist eine Organisation die Menschen aus Gefängnissen und Drogenabhängige in ihre Familien aufnehmen um ihnen ein neues Leben zu ermöglichen. Nach einem Totalabsturz im Leben, bekommt man hier Menschen an die Seite gestellt, die mit einem gehen, 24 Stunden am Tag. Eine Familie.
Hier habe ich erfahren dürfen einmal wirklich erfüllt zu sein. Ich war erfüllt, weil es mal nicht um mich ging. Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, was mir zum Glück noch so alles fehlt. Ich war für den anderen da. Meine Gebetsanliegen hatten nichts mit mir zu tun, sondern damit für den anderen zu bitten. So durfte ich erfahren was es heisst, dass das Gebet eines Gerechten viel vermag. Ich war dankbar für jeden Tag, den wir gemeinsam geschafft haben.
Ich habe erlebt wie eine ganze Organisation darauf ausgerichtet ist, den Menschen zu begegnen und ihnen Beziehung anzubieten. Dafür gabe es soviele spannende Möglichkeiten….
Eine Woche für Kinder und Jugendliche in einem Sozialen Brennpunkt. Aktion für Kids die auf der Strasse rumhängen. Oder eine Kaffeteria auf einer Kirmes in Wermelskirchen. Wo Menschen eine Oase der Ruhe gefunden haben, von all dem Trubel auf der Kirmes. Oder Gefängniseinsätze, oder , oder , oder.
Nicht das man dort extra Mitarbeiter gehabt hätte, die dafür freigestellt waren. Nein, das war einen Dienst nach der Arbeit, oder im Urlaub. Das war ein Dienst der sich darauf konzentrierte mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Unglaublich! Wie Gott hier erfahrbar ist.
Es ist nichts unmöglich, wenn es darum geht die Menschen zu suchen, damit sie Gott finden. Dazu lese ich grade ein sehr interessantes Buch. Es heisst Gemeinde leben und ist von Jakob Thiessen. Er gibt sehr gute Tipps, wie man sein Umfeld erschliessen kann. Und nicht nur das. Seine Ausführungen über die Gemeinde, die Gemeinde Jesu!!! (nicht unsere Gemeinde) sind einfach nur Lebensverändernd.
So, jetzt muss ich aber los. Die Schule ruft.
Ich danke Euch für das Gefühl Daheim zu sein, wenn ich komme!
Der Herr segen Euch. Er fordere Euch heraus mit ihm zu erleben und nicht nur zu existieren. Der Herr halte Euch jeden Tag lieb in seiner Hand, um Euch von dort gestärkt in die Welt zu schicken.
Es grüßt Euch
Melli die BibelschülerinJ
11 July 2007
Erziehung zur Mündigkeit
In einem Buch "Leben mit Vision", steht, dass man sich nicht immer auf ein gefühlsbetontes Leben mit Gott verlassen kann. Es wird Situationen geben, in denen ich Gott nicht fühlen kann. Das bedeutet nicht, dass ich etwas falsch mache, sondern, dass Gott mich lehrt trotzdem zu glauben. Glauben auch ohne Gefühl, Zeichen und Wunder? Dazu braucht es eine Sicherheit, nämlich die Kenntnis von Gott. Und auf der Schule werde ich dahingehend gebildet. Ich kann die Bibel immer besser verstehen, weil ich die Zusammenhänge besser erfassen kann. Ich kann die Gemeinde besser verstehen, weil ich einen geschichtlichen, konfessionellen, und dogmatischen Hintergrund habe. Ich wachse im persönliche Umgang mit Menschen, weil ich lerne Gott auch immer mehr, in diesen Bereich zu integrieren.
Das Sommersemester ist nun rum. Ich habe Ferien, die ich damit verbringe ein Fach nach zu holen, mir eine Wohnung zu suchen und meine Sachen zu packen. Dieses Semester habe ich sehr genossen und auch gut überstanden. So kann ich optimistisch in das nächste Semester gehen.
Im vergangenen halben Jahr habe ich mich mit Psychologie und Philosophie befasst. Wir haben und das Buch Hosea und den Epheserbrief genauer angesehen, wir lernten den Heiligen Geist besser kennen und ich bekam einen Einblick in Frauenarbeit. Es hat Spaß gemacht.
Der schon erwähnte Sponsorenlauf, hat mich einiges an Kraft gekostet. Aber ich habe 19 Runden geschafft und für meine Schule 70 Euro erwirtschaftet. Das gibt mir auch die Gelegenheit meine Freunde zu erwähnen, die bisher hier nicht bedacht wurden, weil sie ja nicht auf der Bibelschule sind. Aber eines ist klar, ohne Sonja, Markus, Bea&Schwester, meine Oma und einen ehemaligen Bewohner Thomas, wäre ich nicht soweit gekommen. Sie haben mich in jeder Runde angefeuert. Danke noch mal...
Mein Praktikum werde ich in der Gefährdetenhilfe absolvieren. Das sind Familien, die Drogenabhängige und Ex- Knackis aufnehmen, ihnen Lebensraum und eine Zukunft bieten. Ich bin sehr gespannt zu erleben, wie ein solcher Lebensstil, der völlige aufopferung bedeutet, sich auf die Menschen auswirkt.
So verbleibe ich mit dem Tipp, dass beten hilft. Das beweißt sich in meinem Leben immer wieder.
30 May 2007
Hoffnung
Wenn das so ist, steckt dann dahinter nicht etwas viel Größeres? Steckt hinter der Hoffnung dann nicht ein Konzept die vollkommene Erfüllung zu finden? Ist die Hoffnung vielleicht der Motor der uns antreibt?
Die Hoffnung oder die Sehnsucht sind ein streben nach Erfüllung. Soll dieses Streben denn mit dem einfachen Tod enden? Das wäre wie eine Straße die zu einer Klippe führt. Sinnlos.
07 May 2007
Lieber Vater,
ich muss das kurz festhalten, damit es nicht verloren geht.
Es ist unbegreiflich. Langsam tropf die Tatsache, dass Du Liebe bist in mein Bewusstsein.
Du liebst, auch wenn Du weißt, dass wir Dich niemals, in keinster weise so zurücklieben können. Du liebst, auch wenn unsere Zuwendung zu Dir nur auf unseren Ansprüchen beruht. Du liebst auch, wenn Du in Deinem Wort sagst, dass Du in uns bist. Ich stelle mir vor, dass es eine unabänderliche Tatsache ist, dass wir uns in einem Raum befinden, und ich Dich einfach ignoriere. Es ist sogar so, dass ich Dich mit dem Gesicht zur Wand in die Ecke stelle. Es ist unglaublich, dann zu erfassen, dass Du mich trotzdem liebst. Ich schäme mich so sehr.
Du bist unablässig uns zu verdeutlichen wie sehr Du uns Menschen liebst.
Herr, Du hast mein Gebet erhört. Ich flehte um Gottesfurcht. Nun, da ich einen winzigen Teil, dieser Ehrfurcht kosten durfte, habe ich Angst davor.
Du klammerst unsere Menschlichkeit in Deinem Liebesbewußtsein aus. Du weißt um unsere Fehlerhaftigkeit, und dennoch schmerzt Dich nichts mehr, als ein Mensch, der Dich nicht kennt. Dabei bekommst Du so wenig zurück. Aber das Geringste ist für Dich genug.
Ich war lange nicht mehr so betrübt. Denn ich kann Dir nicht geben was Du verdienst. Ich will, aber ich kann nicht. Es geht nicht darum Dir gerecht zu werden. Nein, ich weiss, ich bin es schon. Das ist eine andere Sache, die ebenso groß und unfassbar ist.
Es geht darum, Dir ein Stück von dem zurückgeben zu wollen, was Du gibst. Zurücklieben. Völlige Hingabe wäre vielleicht ein Stück von dem, was Du verdient hast. Aber sie ist für mich unmöglich. Jetzt geht es mal kurz nicht darum, was Du durch mich bewirken kannst. Nein, es geht darum was ich Dir schenken möchte. Aber ich habe nichts zu geben.
Deine Liebe ist unmenschlich. Bedingungslos bekommt für mich eine neue Bedeutung, wenn ich weiss, dass Du Deinen Sohn gegeben hast, damit wir von Dir geliebt werden können, ohne etwas dafür tun zu müssen, als glauben. Für Dich ist es ein greul zu sehen, wir wir uns abmühem, Dir gerecht zu werden, obwohl wir es schon sind. Du weinst, wenn Du siehst, wie wir Dich nicht mit Kleinigkeiten belasten wollen, weil Du in unserem Bewusstsein ein globaler Gott bist, der alle Hand voll zu tun hat.
Du willst nur gesehen werden von uns, und erwartest nichts.
Das ist mir zu groß. Das kann ich nicht so stehen lassen. Herr, ich will davor weglaufen, weil Deine Liebe Heilig ist. Meine ist es nicht. Kein bisschen.
Völlige Kapitulation mit dem dringenden Wunsch nie davon gehört haben zu wollen.
Wie sehr habe ich mir eine solche Liebe gewünscht. Und wie sehr wünschte ich jetzt, es gäbe sie nicht, weil ich nicht weis, was ich entgegnen soll. Ich weis, alles ist für Dich genug. Aber alles was ich zu geben hätte, empfinde ich als zu wenig.
Ich weis jetzt schon, dass dieses Empfinden nur eine Momentaufnahme ist. Du auch.
Ich weis, dass ich schon morgen nicht mehr diese Ohnmacht empfinde, diese Betrübtheit, sondern einfach so weiter machen werde, wie bissher. Muss es denn erst Herrlichkeit werden, bevor Du bekommst was Du verdienst?
Verzei mir. Nein, verzeih mir nicht. Schweisse mir diesen Brief auf meine Netzhaut, damit ich jeden Tag vor Augen habe, was heute für mich Deine heilige Liebe ist.
Herr, lass es mich annehmen, sehen und niemals in Frage stellen. Ich bitte dies, obwohl es sich unmöglich anfühlt. Aber Du bist ein Allmächtiger Gott. Du kannst an meiner Menschlichkeit vorbei. Ich kann es nicht.
19 March 2007
Schönheit
Ausdruck von Emotion
Eine Kleinigkeit, mit großer Wirkung.
Ein paar wenige Töne, lösen Großes aus.
Ein Lächeln; frisch duftende, kühle Bettwäsche im Sommer; ein Foto.
Nichts Großartiges. Keine Overtüre, kein gewaltiges Feuerwerk, kein wahnsinns Bauwerk.
Ein leiser Hauch in den Nacken. Gänselhaut.
Ein Abschied. Tränen.
Eine Grimasse. Lachen.
Leben.
Leben in Kleinigkeiten, voller Bewunderung für das Schöne, ohne großes Dazutun.
Es ist. Es ist schön.
Kein Wahn. Kein Zwang. Einfach da.
Gott gegeben. Tausend kleiner Geschenke, die der Würdigung suchen. Liebesbeweise, die gesehen werden wollen.
Mein Vater,
Lass dir wohlgefallen die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser! Ps 19, 15
Zum Dank. Weil ich Deine Liebe gesehen habe.